Angst und Autorschaft: Umrisse einer Physiognomie des zerquälten Schriftstellers am Beispiel Franz Kafka

Gegenstand der Magisterarbeit ist der Typus des "zerquälten Schriftstellers" - ein Begriff, der von Italo Calvino entliehen ist. Der zerquälte Schriftsteller wird hier verstanden als ein Autor, dem das Schreiben Probleme bereitet und der diese Probleme vornehmlich in Briefen und Tagebücher...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Beteilige Person: Winter, Christian 1981- (VerfasserIn)
Format: Elektronisch E-Book
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2008
Schlagwörter:
Links:http://oops.uni-oldenburg.de/volltexte/2008/24/
Zusammenfassung:Gegenstand der Magisterarbeit ist der Typus des "zerquälten Schriftstellers" - ein Begriff, der von Italo Calvino entliehen ist. Der zerquälte Schriftsteller wird hier verstanden als ein Autor, dem das Schreiben Probleme bereitet und der diese Probleme vornehmlich in Briefen und Tagebüchern wiederum zum Gegenstand seines Schreibens macht. Seine Schreibqualen, artistischen Zweifel und kreativen Blockaden verzeichnet dieser Typ dabei mit einer Häufigkeit, die sie gewissermaßen als Identifikationsmerkmal und in einzelnen Fällen auch als Qualitätsmerkmal des Künstlers kennzeichnet. Generell kann man sagen, dass zerquälte Schriftsteller zur Skrupulösität und künstlerischer Überforderung tendieren und historisch gesehen ein relativ neuartiges, für ihre Zeit aber symptomatisches Phänomen sind - denn eine Geschichte des zerquälten Geschichte ist zugleich auch eine Geschichte der Moderne. Die Magisterarbeit ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil wird die Genese des zerquälten Schriftstellers ideengeschichtlich und diskursgeschichtlich skizziert. Der zweite Teil stellt am Beispiel der Briefe und Tagebücher Franz Kafkas und anderer Autoren sechs Topoi des zerquälten Schriftstellers vor und versucht diese auf ihre historische Herkunft zu befragen.
Umfang:131 S.